Bibliomed - Medizinische Verlagsgesellschaft mbH

03.09.2010
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08.02.10: Neuartiger Patienten-Terminal verkürzt Wartezeit in Kliniken

Längere Wartezeiten sollen für Patienten bei der Anmeldung in Krankenhäusern schon bald der Vergangenheit angehören. Das Klinikum der J.W. Goethe-Universität (KGU) nimmt an einem richtungweisenden Pilotprojekt zur Automatisierung seiner Aufnahmeprozesse teil. IT-Dienstleister Atos Origin, Halbleiter-Hersteller Intel und Hardware-Partner Wincor Nixdorf rüsten das Krankenhaus mit einem Kiosksystem aus, das - ähnlich wie in großen Flughäfen - einen „Quick-Check-In“ mit der Krankenversichertenkarte (KVK) ermöglicht.
 
Wie in anderen großen Krankenhäusern mussten sich die Patienten des Klinikums der J.W. Goethe-Universität bis vor kurzem beim „Einchecken“ noch auf einen ersten Zwischenstopp im Wartesaal einstellen. Neben dem hohen Patienten-Aufkommen lag das vor allem an der Vielzahl administrativer Aufgaben, die vom Krankenhaus-Personal überwiegend analog erledigt wurden. Durch die Einführung des Kiosksystems im Rahmen der Machbarkeitsstudie von Atos Origin, Intel und Wincor Nixdorf sollen die Patienten künftig von einem vereinfachten automatisierten Anmeldeprozess profitieren und Wartezeiten sparen.
 
Der Patienten-Terminal bietet besten Komfort und Bedienbarkeit. Sein modularer Aufbau gleicht dem von Transaktions-Terminals aus dem Bankenumfeld und ist den meisten Anwendern somit schon bekannt. Neu sind die Komponenten des Systems für die spezifischen Prozesse in Krankenhäusern: Der Kiosk liest die KVK des Patienten ein. Wenige Eingabeschritte später bekommt er über den integrierten Laserdrucker seine personalisierten Anmeldeformulare ausgehändigt. Die Bedienung erfolgt dabei intuitiv über einen Touchbildschirm.
 
„Der Patienten-Terminal ist für uns ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Verkürzung von Standardprozessen im Gesundheitswesen“, erklärt der kaufmännische Direktor des Klinikums der J.W. Goethe-Universität, Dr. Hans-Joachim Conrad. „Die technische Lösung scheint nach ersten Erfahrungen sehr robust zu sein. Sie lässt sich effizient in den Klinikalltag integrieren und bietet außerdem genügend Flexibilität, um weitere Selbstbedienungsanwendungen im Sinne des Patienten zu etablieren. Wichtig ist für uns gleichwohl, dass bei Bedarf aber weiterhin der direkte Kontakt mit dem Krankenhaus-Personal erfolgen kann.“
 
Das Pilotprojekt soll aufzeigen, dass Kliniken in vielfacher Hinsicht von der Einführung einer bedienerfreundlichen SB-Lösung profitieren können. Den Patienten bietet das Krankenhaus durch die verkürzten Wartezeiten einen echten Mehrwert. Durch den automatischen Ausdruck der personalisierten Formulare gewährleistet die Technologie darüber hinaus maximale Diskretion. Auch das Aufnahmepersonal profitiert, da durch die Prozessoptimierung aufwändige Schreibarbeiten zur Erfassung und Überprüfung der Patientendaten entfallen.
08.02.2010

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